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Wahrheiten zur E-Mobilität

So ähnlich stand es in einem Forum:

Als E-Auto-Fahrer mag man sich etwas besser fühlen als der Durchschnitt!

Als Bio-Fleisch-Esser mag man sich auch besser fühlen als der Durchschnitt!

Aber letztlich sind all das aber nur Alibis, die dem informierten Menschen die eigene verschwenderische Lebensweise etwas erträglicher erscheinen lassen. Jeder weiß doch, dass das was wir hier machen, langfristig nicht gut gehen wird. Nachhaltig wäre ein deutliches Weniger von Allem.

Aber wer soll damit anfangen?

Immer nur die Anderen?

Verzicht macht keinen Spaß, Mangel erst recht nicht, damit verdient man kein Geld, gewinnt keine Wahlen!

Also doch wieder nur Alibimaßnahmen und sich selbst belügen, oder wollen wir tatsächlich anfangen? Ich kann es nicht glauben!

Natürlich ist ein Fahrzeug mit Elektroantrieb erheblich besser als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Lokal emissionsfrei und vor allem effizient. Während ein Verbrennerfahrzeug 25 - 30% der Energie in Bewegung umwandelt, sind es bei Elektrofahrzeugen ca 90%. Aber deswegen können und sollen ja nicht alle Verbrennerfahrzeugbesitzer ihre uneffizienten Kisten entsorgen. Auch solche Fahrzeuge sollen entsprechend ihrem Nutzungszeitraum vom Besitzer genutzt werden. Aber wer sich heute noch einen Verbrenner kauft, der muss schon stark neben der Spur liegen. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es macht Spaß mit einem E-Fahrzeug zu fahren. Wobei ich aus Erfahrung sagen kann, so einen Ferrari mit knapp 500 Kilo Lebendgewicht und mehr als 500 PS muss man einfach mal bewegt haben!

Dann noch ein paar Links zu den E-Fahrzeugen:

Vorreiter war Renault, wobei es den ZOE mit Kaufbatterien erst seit kurzem gibt. Wer ständig unterwegs ist, für den rechnet sich eine Mietbatterie, aber Miete zahlen, nur weil das Stehzeug rumsteht?

BMW war mit seinem i3 ein Vorreiter auf dem deutschen Markt, leider war der Preis nicht für einen großen Kundekreis gedacht.

Zeitgleich brachte VW seinen kleinen e-up! auf den Markt, der 2014 seltsamer Weise in Deutschland fast 30.000€ kostete, während er 20km weiter in Österreich für 26.000€ zu haben war. Derzeit ist der e-up! nicht zu bestellen, man munkelt, dass er ab Dezember besser, weiter und billiger wird. Man spricht von rund 20.000€ abzüglich Förderung. Das sind dann schon Duftmarken, an denen man nicht so leicht vorbei kommt. Dazu kommen seine baugleichen Geschwister von SEAT und Skoda, die noch in diesem Jahr konfigurierbar sein sollen.

Dazu hat sich der Vorstand bei VW endlich entschlossen die E-Mobilität aktiv zu gestalten, mit dem ID, der hier reservierbar ist.

Weiterhin gibt es aus Fernost den Nissan, der anscheinend immer noch das Manko einer sterbenden Ladebuchse hatte. CHADEMO ist in Fernost weit verbreitet, in Europa hat sich das System CCS durchgesetzt. Schnellladestationen mit CHADEMO werden nicht mehr neu gebaut.

Aus dem näheren Osten kommen seit kurzem die Modelle von Hyundai Kona und Ioniq mit Elektroantrieb. von Hyundai gibt es auch ein Wasserstoffauto. Zu diesm Antrieb ist eine extra Seite geplant, denn es kann nicht ernsthaft über den ganzen Unsinn des Wasserstoffantriebes in PKW hier berichtet werden. Das ist ein größeres Thema.

Auch aus dem nicht so weit entfernten Osten kommen noch KIA e-Soul und e-Niro. Brauchbare Fahrzeuge, keine Schönheiten!

Ach ja, dann gibt es auch noch Modelle von Audi. Die haben sich in der Ausstattung und Software bisher nicht hervorgetan, man könnte auch behaupten dass sie sich bis auf die Knochen blamiert haben.

Und ein Modell I-Pace von Jaguar, dem man eine gewisse Eleganz, gute Verarbeitung und einen passablen Antrieb nachsagt.

Alle neuen und kommenden Modelle sind wirklich alltagstauglich. Das war auch schon der e-up! mit seinen 150km Reichweite im Sommer. Es ist ein Stadtfahrzeug, das enorm effizient ist, während die Diesel- und Benzinaggregate bei den Entfernungen den Motor unnötig belasten, weil die Betriebstemperatur gar nicht erreicht wird. Kann man schon auch erreichen, wie meine Nachbarn vom Balkan, die das Fahrzeug vor Abfahrt erst 10 Minuten warm laufen lassen. Ob das so effektiv ist?

Und an der Spitze in Design, Technik, Leistung sind unangefochten die Amerikaner mit der Marke Tesla.

Die Leistungen dieser Fahrzeuge sind so überragend, dass man darüber nicht diskutieren muss. Sogar die Baseler Polizei hat etliche Model X angeschafft, und auch das Problem mit dem Datenschutz dabei gelöst. Der CEO von Tesla ist ein etwas eigenwilliger Mensch, sonst hätte er die E-Mobilität auch nicht so revolutioniert. Wo Licht ist ist aber auch Schatten. Das Volumenmodell 3 hat enorme Anstrengungen in Herstellung und Vertrieb verlangt. Der Arbeitsmarkt hat nicht genügend qualifizierte Kräfte, und so ist mancher guter Vorteil von Tesla auf der Strecke geblieben. Der ganze Servicebereich ist eher Schatten als Licht, das liegt nicht an den Mitarbeitern im Servicecenter, sondern an der gesamten Organisation.