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Bahnhaltepunkt Bayerisch Gmain

war in früherer Zeit ein Bahnhof. Mit zweitem Gleis und Signaltechnik, wie es sich für einen richtigen Bahnhof gehört. Dann konnte sich jede Familie ein eigenes Fahrzeug leisten, was sollte man da noch mit einem Bahnhof? Heute ist es sehr bedauerlich, dass Bayerisch Gmain keinen Bahnhofsstatus mehr hat.

Immer noch im Staatsbad Bad Reichenhall liegt jetzt die Haltestelle Bayerisch Gmain und ist wirklich ein Negativbeispiel.

Den Fotos nach zu urteilen ist ein weitab gelegener Grenzbahnhof irgendwo kurz vor dem Ural vermutlich besser ausgebaut, als diese Haltestelle im Bayerischen Staatsbad.

Ukraine oder schon am Ural?

Der Bahnsteig war vermutlich letztmalig vor 60 Jahren asphaltiert worden, seitdem ist nichts mehr geschehen.

Seit 10 Jahren verkehrt die BLB mit modernem Zugmaterial auf der Strecke. Dadurch ergibt sich bei dem „Bahnsteig“ –wenn man das so bezeichnen möchte- eine Einstiegshöhe von fast 50 cm. Mit Fahrrädern oder  Koffer eine recht sportliche Angelegenheit. Eine Hilfe durch den Betreiber ist nicht möglich, bei einer Steilstrecke müssen immer zwei Personen auf dem Führerstand sein.

Die Gemeindeverwaltung hat das jetzt einem Jahrzehnt immer wieder beanstandet. Einmal war auch eine Bahnsteigerhöhung angekündigt, die aber kurzfristig wieder abgesagt wurde.

Auch der Bahnübergang Wappachweg wird von der Bahn selbst seit Jahrzehnten als erhebliche Gefahrenstelle bewertet, geschehen ist bisher nichts! Obwohl vom BMVI im Februar 2015 die sofortige Anordnung einer BÜSTRA (Bahnübergangsanlage Straße) angekündigt wurde, erfolgte diese erst im Herbst 2018, also dreieinhalb Jahre später. Vermutlich dauert die Planung und Ausführung jetzt 5+2 Jahre, so dass man 2026 schon mit der notwendigen Fahrzeitersparnis auf der Strecke rechnen kann. Diese Fahrzeitersparnis ist aber erforderlich um die weiteren Haltestellen auf der Strecke zu realisieren.